25.04.2009

Moments of Peace ...

... kann nicht jeder, mal einfach so, genießen. Wir nehmen uns aber diese Freiheit. Deswegen haben wir ja auch den schweren Weg, in ein fernes Land, auf uns genommen. Das soll jetzt nicht bedeuten das in DE sowas nicht möglich ist. Nein, das würde ich nie behaupten. Sicherlich mag es Menschen geben die in DE, abseits vom Kampf ums Leben, sich das auch gönnen können und auch dürfen. Nur ist es doch wohl eher so, daß es dem normalen Arbeiter, vorenthalten bleibt, sofern er nicht zu der irren Sorte von Menschen zählt, die einen Kleinkredit für einen Urlaub aufnehmen, um dann 3 Jahre dafür zu bezahlen.

Brackley Beach (Prince Edward Island National Park)

Ok, wir sind hier von der geografischen Lage natürlich schwer im Vorteil, heftiger Winter ... wunderschöner Sommer ... und das ganze auf einer Insel. Extrem bleiben dabei aber die Temperatur Unterschiede, gestern um die null Grad, heute schon satte 23 Grad. Mit Sonne die auf dem Breitengrad von Südfrankreich steht. Da wird nicht lange gefackelt, alles fertig machen zum Beach-Day.

Brackley Beach (Prince Edward Island National Park)

Da hier jeder auf der Insel mittlerweile seinen eigenen Weg gefunden hat, sind nicht viele Leute aufzutreiben. Immerhin folgen die drei Damen neben uns und Anja sehr gerne unserem Aufruf. Damit steht das Verhältnis Frau zu Mann (wenn ich mal meine beiden Stoppelhopser weglasse) locker 1 zu 3 (die beiden Zwerge von nebenan zählen auch nicht) *g*

Objectiv-Verschluß klemmt wegen dem Sand *g*
Geschüttelt und schon geht es wieder ...

Brackley Beach (Prince Edward Island National Park)
Brackley Beach (Prince Edward Island National Park)

06.04.2009

100 feared dead, 50,000 homeless in Italy quake

... obwohl meine Familie und ich selbst bestimmt genug Sorgen haben, bin ich über solche Nachrichten immer extrem betrübt. Das zeigt das mein Spruch, jeden morgen wird neu gewürfelt, komplett aus dem Leben stammt.

Die traurige Nachricht von Canada.com

Mir bleibt bei solchen Meldungen die Spucke weg.

26.03.2009

Wenn der Winter Pause macht ...

... noch sind wir nicht ganz angekommen. Ich mein bei der Winterpause. Heute ist mal Tauwetter angesagt, was aber nicht heißen muss, das wäre schon alles gewesen. In den letzten Tagen kam immer mal wieder Schnee dazu. Beeindruckend wie schnell das hier geht. Da freut man sich grade mal das ein wenig grün zu sehen ist. Und Peng, am nächsten Morgen sieht alles wieder so aus wie im Dezember. Was solls, wir hatten uns schon vorher drauf eingestellt, das der Winter hier in Canada etwas länger, und grundsätzlich anders ist, als wir es in Europa die letzten Jahre erleben durften.

Eiskunstwerke auf dem Deck.

So langsam würden wir uns aber doch über die Winterpause freuen. Für alle die mit Sommer nicht viel am Hut haben, habe ich noch einen Tip auf Lager *g*


Tja was war sonst so los ? Ich hab mein WP getauscht und bin nun wieder mal auf einer anderen Strecke unterwegs. Es gab 2 Umzüge zu bewältigen, die von allen gemeinsam erledigt wurden. Zumindest halfen die, die grad auf der Insel waren *g* Geburtstage wurden gefeiert, Steuern erledigt, Wintergrillen absolviert und und und. Achja und ganz wichtig ... Ein Fireplace ist bei uns eingezogen. Ich konnte es nicht lassen. Nachdem ich schon den ganzen Winter an den Teilen vorbei gerannt bin, stolperte ich vor einiger Zeit über ein Ausstellungsstück zum halben Preis. Da er nicht so richtig in die kleine Stube passen wollte, verzog sich der Fireplace in den Keller und mit Ihm zuerst mal die Männer. Schnell entwickelte sich so ein Treffpunkt am Kamin *g* Damit es nicht immer so ungemütlich auf den Stühlen ist, besorgten Dave und ich noch ein fettes Al Bundy Sofa. Danke dafür geht an Mark von dem wir es geschenkt bekommen haben :-) Was man noch so alles im Keller machen kann (im Winter natürlich) zeigen die nächsten Bilder.

Die einen nutzen die Zeit zum Musik hören ...

... andere verlieren bei der Mucke glatt alle Haare ...

... die auch noch ? ...

Ganz zum Schluß muss ich noch Calvins Haustier vorstellen. Wollte ich die ganze Zeit schonmal machen aber es mangelte an Bildern. Der kleine Kerl hält uns hier auf Trab und lässt sich halt schlecht knipsen. Dafür musste Er mit seiner Raumstation auch schon auf den Flur umziehen weil Calvin es einfach nicht mehr ausgehalten hat *g*

... Hi, Shorty mein Name ...

21.02.2009

Abschiedsrunde ...

... durch New York City *g* In dieser Woche gab es für Jochen und mich wieder unseren Boston Fisch mit einer kleinen Änderung. 3 Palletten mussten zum JFK Airport in NewYork City. Bei super Wetter (wird es nun doch schon Frühling ?) erreichten wir unsere Ladestelle, im tiefsten Hinterland von Nova Scotia, genauer in Jeddore Oyster.

An der Ladestelle.

Super Wetter in Nova Scotia.

Wenn ich ehrlich bin, hier könnte es mir auch gefallen *g*

Laden ging fix, schneller als erwartet gingen wir auf Kurs Boston. Um von Boston zum JFK Airport in NewYork City zu kommen, durchfährt man die Bronx, Queens und an lower Manhatten vorbei. Bis kurz vor New York reichte meine Fahrzeit. Der Wechsel mit Jochen ermöglichte mir ein paar schöne Bilder zum Andenken an diese (hoffentlich) für mich letzte NewYork Tour. Was es damit auf sich hat, erfahrt Ihr wenn es soweit ist *g*

Wer kennt Sie nicht ? Die New York Times.

Dank Jochen kein Problem. Mit dem Truck unter der Hochbahn.

Brooklin Bridge, sehr beeindruckend!

Lower Manhatten, genauer die Südspitze davon.

Schwer einzufangen mit der kleinen Digicam *g*

So dicht war ich noch nie. Statue of Liberty !

Wir mussten uns schon sehr zusammen reißen um nicht einfach Richtung Manhatten abzubiegen. Unser Termin und der 53ziger Trailer hielten uns davon ab. Schade, wären bestimmt noch schönere Bilder bei rausgekommen. Weitere Bilder der letzten Monate gibt es frisch in unserem Familien Album.

16.02.2009

Jack Frost 2009

Es war eine recht durchschnittliche Arbeitswoche, die damit endete das ich mit Thomas fast 9 Stunden zusammen vor der Brücke verbringen durfte. Starker Wind führte zur Brückensperrung. Nur gut das die technische Ausstattung mittlerweile soweit ausgereift ist das Filme ohne Ende auf den Platten vorhanden waren. Erst mal 3 x Aktionstreifen, danach noch ein paar Serien. Als es richtig spannend wurde, so mitten drin im Film, öffnete natürlich (wie sollte es auch anders sein) die Brücke. Hunderte von Trucks wollten nun gleichzeitig, aus beiden Richtungen über die Brücke strömen, was erstaunlicher Weise, auch immer wieder geregelt und fix abläuft.

Wir dürfen schon wieder rüber, nur die Anzeige hats noch nicht mitbekommen.

Oha, das Eis ist schon gebrochen. Wirds Frühling ?

Irgendwo in NB beim tanken.

Nun doch entlich zuhause, galt es sich zu beeilen. Das Wochenende ist ja bekanntlich kurz und wir hatten viel vor. Zum einen war da Anjas Geburtstagsfeier und Jack Frost stand auch auf dem Program. Da ich den Freitag ja vor der Brücke verbracht hatte war die Lust auf neues erstmal gestillt. Samstag wurde also gemütlich zuhause abgegammelt und abends schön gefeiert. Am Sonntag gegen 12 Uhr trafen wir uns dann mit Klaus + Martina, Anja + Dave und Frank, um uns gemeinsam mal so richtig den Arsch abzufrieren bei dem Jack Frost Fest.

Eigentlich ja ein Kinderfest!

Unglaublich was man mit Schnee und Eis so alles machen kann :-)

Kinderfest Ela !!! *g* Trotzdem haben auch die "großen" ihren Spaß.

Pffffttt ... wer baut denn noch Schneemänner! Nä, so muss das aussehen!

McDonalds aus Schnee. Abgefahren *g*

Nach einem langen und kalten Nachmittag fuhren wir dann zusammen zum Abendessen ins Swiss Chalet. Gutes Essen zu erträglichen Preisen rundeten dann diesen Tag ab. Richtig voll gefuttert und müde von der frischen Luft gab es später nen Sofaabend vorm Fernseher. Ihr seht, soviel unterscheidet sich das Leben hier garnicht von dem in DE *g*

14.02.2009

RESPEKT

Respekt – was ist das eigentlich?
"Respekt!" ist in aller Munde. "Respekt – dein Style ist der Hammer!" – gerade in der Hip-Hop-Sprache ist "Respekt" ein gängiger Begriff, der Achtung für sich selbst und gegenüber den „Skills“ eines anderen Menschen einfordert.
Was versteht ihr unter "Respekt"?
Immer mehr Menschen aus ganz unterschiedlichen Traditionen, Kulturen und Religionen leben zusammen – Menschen unterschiedlicher Herkunft und Geschichte, mit verschiedenen Vorstellungen, Handlungsweisen, Ideen, mit unterschiedlichen Möglichkeiten, Sorgen und Träumen. Oft leben wir nebeneinander her, ohne uns wirklich zu kennen und ohne irgend etwas von einander zu wissen. Schnell entstehen Vorurteile und Ungleichheit – ja sogar Ausgrenzung und Gewalt – ob in direkter oder in versteckter Form. "Respekt!" …

- bedeutet einen anderen Menschen anzuerkennen und zu achten, so wie er oder sie ist.
- ist für jede Beziehung wichtig, damit sie gelingt.
- beruht auf Gegenseitigkeit.
- heißt Rücksicht und Wertschätzung im Umgang mit anderen Menschen – unabhängig von Alter, sozialer Stellung, Herkunft oder Beruf.
- bedeutet auch Achtung gegenüber mir selbst. Ich will geachtet und respektiert werden und… ich will mich selbst achten!
- ist gewaltlos.
- steht nicht immer für das, was jemand hat oder kann. Entscheidend ist, wer jemand ist.
- ist wichtig, um Grenzen überwinden zu können und anderen Menschen so zu begegnen, wie sie sind.
- macht unser Leben reicher und unser Zusammenleben wertvoller. Mit "Respekt" gibt es etwas zu entdecken!

Warum Respekt? "Respekt!" ist oft schwierig, weil wir über unseren eigenen Schatten springen müssen. Den ersten Schritt zu machen, ist gar nicht so leicht und überfordert uns oft. Wir fühlen uns unsicher und haben vielleicht Angst vor dem, was passieren könnte. Doch nur wenn wir aufeinander zu gehen, können wir zu einander finden. "Respekt!" ist eben kein passives Anerkennen und unverbindliches "Ja"-Sagen. Der Einsatz für mehr "Respekt!" lohnt sich!

Aus diesem Grund sage ich heute mal "RESPEKT vor Familie Neunziger!" Das was viele von uns inclusive mir nicht gewagt haben, hat Reno ins Rollen gebracht.


Er hat einen Kampf begonnen der nun anscheinend bestätigt was beim aufmerksamen lesen der Blogs schon lange aufgefallen sein dürfte. Der Beitrag hat natürlich schon richtig Kreise gezogen und entwickelt sich zu einem Flächenbrannt für Seafood Express. Die Kommentare der übrigen Bevölkerung zeigen deutlich "Trucker werden hier wie Sklaven behandelt". Das haben wir schon länger bemerkt und natürlich auch versucht gegen diese unseriösen Machenschaften von Companys und Einwanderungshelfern vor zu gehen. Das einzige was es uns eingebracht hat war ein Penner Blog (Trucking-Truth) , Anonyme droh Mails und andere Beleidigungen jeglicher Art.
Super, nun hat dieser Blogbetreiber seine Antworten direkt aus der Zeitung, und Respekt gibt es dafür auch keinen *g*

08.02.2009

Canadas wilder Osten - Nova Scotia

"Canada's Ocean Playground" steht auf den Nummernschildern der Autos von Neuschottland. Die Provinz Nova Scotia an der Ostküste Kanadas ist wirklich ein riesiger Abenteuerspielplatz am Atlantik. Nahezu jeder Bewohner hat ein Boot, denn die Küste besteht aus Tausenden Inselchen, Fjorden, Klippen und winzigen Häfen. "Leuchtturmroute" heißt eine Straße, die sich von Halifax bis Sydney im Westen schlängelt. Die Halbinsel Nova Scotia bietet eine atemberaubende Landschaft. Optisch erinnert das an Schottland oder auch an Norwegen. Dieser Eindruck entsteht vor allem durch die bewaldeten Berge im Westen, die schroffen Felsen und die Gletschertäler, die man hier findet. Meine Ladestelle lag in dieser Woche genau dort irgendwo.

Am Atlantic lang.

Hier soll meine Ladestelle irgendwann mal auftauchen.

Was bei uns als Delikatesse gilt, ist in Nova Scotia das traditionelle Arme-Leute-Essen: Lobster. Jeden Tag wandern die Tiere zu Hunderten in die Kochtöpfe entlang der Küste. Couragierte Urlauber suchen sich ihre Mahlzeiten im Restaurant selbst aus, empfindliche Seelen überlassen das lieber dem Personal. Wer hier Lobster, Fisch oder Muscheln laden soll der kann sich schon auf eine recht kurvenreiche Anfahrt freuen, die mit nem 53"ziger nicht immer ganz einfach ist.

Wo es da wohl hin geht ?

Irgendwo an der Ostküste von Nova Scotia.

Hier findet man noch die unberührte, raue Natur mit ihrer abwechslungsreichen Schönheit. Schroffe Felsen und steinige Ufer am Atlantik wechseln sich ab mit saftig-grünen Hügeln und bewaldeten Bergen. Dazwischen findet man Seen, die zwischen den Bergen liegen und viele Flüsse, die sich durch die Täler schlängeln.

Weiter geht es mit dem Slalom.

Atlantic, was soll ich sagen ...

Aha, von wegen friedliches Völkchen :-)

Inseln ohne ende.

Die große Besonderheit ist mit Sicherheit der Cape Breton Highlands National Park, ein Naturpark, der sich entlang der Atlantikküste bis zum St.-Lorenz-Strom erstreckt. Er beheimatet sehr viele interessante Tiere, darunter Schwarzbären, Elche und den Weißkopfseeadler. Wer sich den National Park genau ansehen will, kann den Cabot Trail benutzen, der quer durch den Park führt. Der Cabot Trail ist eine Ringstraße von rund 300 km, die als Panoramastraße durch den National Park führt. Teilweise muss man auch diese Ringstraße nehmen, weil der Highway einfach mal so im nix verschwindet.

Und da soll ich rüber ?

Augen zu und durch!

Vor lauter Bewunderung für die Natur, fand ich dann trotzdem meine Ladestelle bei der es einfach nur super frischen Fisch für Spanien gab. Haben die in Spanien keinen Fisch ? Egal, ich mach mir über solche Dinge schon lange keinen Kopf mehr. Wenn die in Spanien Fisch haben wollen dann werd ich den liefern. Zumindest bis nach Boston denn von dort geht das Zeug dann per Flieger Richtung Europa.

Bosten, Air Fright Center